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Das empathische Unternehmen
Eigentlich, sagt Jeremy Rifkin, sind wir Menschen uns grundsätzlich einander zugetan, und so könnte, sollte endlich eine empathische Zivilisation entstehen.
Als Beispiel für die Möglichkeit dieser empathischen Zivilisation wird im Interview mit dem Deutschlandradio die Hilfsbereitschaft für die Erdbebenopfer in Haiti angeführt. Rifkin meint dazu:
Bereits eine halbe Stunde nach dem Erdbeben tauchten die ersten Nachrichten auf Twitter, auf YouTube auf, und innerhalb weniger Stunden hatte sich der ganze Erdball ins Bild gesetzt und zeigte diese Einfühlung, als ob die ganze Erde sozusagen eine Familie wäre. Das ist ein gutes Beispiel für das, was ich die Zivilisation der Empathie nenne. Dennoch stellen sich da noch Probleme.
Einerseits haben wir ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass wir alle zusammengehören, dass wir eine Biosphäre bilden, dass unsere Mitgeschöpfe sozusagen Teil unserer Großfamilie sind. Auf der anderen Seite sehen wir das verstärkte Aufkommen von Massenvernichtungswaffen, mehr Fremdenfeindlichkeit, und der Klimawandel steht vor der Tür, er könnte sogar das Überleben der Menschengattung gefährden.
... Wir sind sozusagen am Anfang einer großen Reise, diese Reise, die auch die dritte industrielle Revolution mit sich bringen wird, und wir werden jetzt 30 oder 40 Jahre Zeit haben, um zu sehen, ob es gelingt. Wie wird die Menschengattung sich weiterentwickeln, sind wir wirklich so selbstsüchtig-aggressiv, nur auf den eigenen Vorteil bedacht, wie man das bisher gemeinhin annahm? Ich glaube es eben nicht, und ich glaube, dass wir eine Chance haben, etwas Besseres, etwas anderes zu schaffen.
Was hat jetzt das Ganze mit Sinnkopplung und konkret mit Unternehmen zu tun?
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Quellen
SinnEntKopplung (3) - Schwarzes Loch in Köln
Die U-Bahn-Baustelle hat im vergangenen Jahr für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt, als aufgrund von Baumängeln das Stadtarchiv einstürzte. Ging man damals noch von punktuellen Schlampereien aus, wird inzwischen ein ganz anderes Ausmaß ersichtlich. In einem Interview im Deutschlandradio sprach Dirk Müller mit dem Präsidenten der nordrhein-westfälischen-Ingenieurkammer-Bau, Heinrich Bökomp. Herr Bökamp sieht hinter dem Pfusch kein organisiertes Verbrechen, wie andere es bereits proklamieren, sattdessen handle es sich um mangelnde Kontrolle. Im Interview erklärt Herr Bökamp:
Bökamp:...denn unser Sicherheitskonzept ist ein festgeschriebenes, über Jahrzehnte erprobtes und auch weltweit anerkanntes Sicherheitssystem.
... Einmal ist Sicherheit nur dann erzielbar, wenn sie auch kontrolliert wird, wenn, wir sagen immer, das Vier-Augen-Prinzip eingeführt ist und auch wirklich gelebt wird. Da hat hier sicherlich das eine oder andere versagt, dass eben derjenige, der ausführt, sich nicht überwacht gefühlt hat, oder zumindest nicht ausreichend überwacht gefühlt hat, denn wenn 80 Prozent einer Sorte von Eisen verschwinden, dann kann dort eine Überwachung nicht befürchtet worden sein.
... Einer baut und der, der baut, der hat im Grunde auch seinen Bauleiter. Der guckt zum ersten Mal hin, ob alles in Ordnung ist. Wenn das so ist, dann benachrichtigt er eigentlich eine unabhängige Person, ... der als Unabhängiger zum Schluss noch mal stichprobenhaft überprüft, sind alle Eisen eingebaut, ist vor allen Dingen so gebaut, wie auch in den geprüften Plänen genehmigt wurde. Erst wenn der die Freigabe erteilt, darf betoniert werden.
Müller: Wenn ich jetzt richtig mitgerechnet habe, ist es ein Sechs-Augen-Prinzip?
Bökamp: Wenn Sie den Arbeiter selber, der die Arbeit macht, dazunehmen ...
Frage: Warum erkennt ein Arbeiter, der offensichtlich 80% des Eisenbestandteiles aus dem Beton heraus lässt, um ihn auf dem Schrott zu verkaufen nicht, dass er damit die Betonwand derart schwächt, dass sie praktisch einstürzen muss?
Antwort: Weil er sein Hirn ausgeschaltet hat!
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Quellen
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